Karfreitag 2018

Wir gedenken seit fast 2000 Jahren der Folterung und des gewaltsamen Todes Jesu, eines Mannes, unseres Bruders, der Opfer seines konsequenten Einsatzes für die Liebe zum Nächsten und für ein menschenwürdiges Leben wurde.

Die Folterung Christi ist auch heute nicht zu Ende gekommen. Sein Gesicht wird zerschlagen in jedem Schlag in die Gesichter von Menschen, sein Rücken krümmt sich in jedem von Hieben gekrümmten Rücken. Auch in christlichen Ländern werden weiterhin Menschen gedemütigt, misshandelt, erniedrigt und gefoltert.

Folter, so schien es vor 20 Jahren, werde bald kein Thema mehr sein. Diese Hoffnung wurde durch ihre wieder zunehmende Akzeptanz und Anwendung zunichte gemacht. In mehr als 140 Ländern wird heute im Auftrag des Staates gefoltert. Und dies mit steigender Zustimmung der Bevölkerung .
Das absolut gültige Verbot der Folter wird durch Hinweis auf Terror und globale Kriminalität aufgeweicht.

Nur durch ausreichende Information und Aufklärung können wir uns vor Angstmachern und Rechtfertigern dieser menschenverachtenden Methoden, vor dem Wegschauen und dem Augenschliessen hüten.

Aber wie vor 2000 Jahren Jesus sind auch heute Menschen bereit, ihren Überzeugungen treu zu bleiben, selbst unter Androhung und Ausübung von Folter. Vielen dieser Menschen begegnen wir in Südamerika, in Brasilien, Argentinien oder Kolumbien.
Das langsame Fortschreiten des dortigen Friedensprozesses zwischen den ehemaligen Gegnern der Regierung und der FARC, ist ein verletzlicher Prozess, der unserer Unterstützung bedarf. Die Verfolgung von Aktivisten, Vertretern der Nichtregierungsorganisationen, Opposition und Menschenrechtsverteidigern geht unvermindert weiter. Durch paramilitärische Gruppen wurden allein 2017 167 Menschenrechtsaktivisten ermordet. Todeslisten zirkulieren mit Namen von Menschen, die umgebracht werden sollen.

Daher richtet sich unsere diesjährige Karfreitagsaktion an den kolumbianischen Justizminister, mit der Aufforderung, sofortige Schritte zu unternehmen. Wir bitten Sie um Teilnahme und Unterstützung dieser Aktion.

Es ist das Befreiende von Karfreitag und Ostern, dass die Gedanken weit über das persönliche Geschick hinaus gerissen werden zum letzten Sinn alles Lebens, Leidens und Geschehens überhaupt und dass man eine große Hoffnung fasst.“
Dietrich Bonhoeffer

Karfreitagsgottesdienst, Evangelischen Kirche von Luxemburg, den 30. März 2018.

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